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Silber-News

Silberpreis 2012 – Korrekturziel erreicht

Wie von den Silberanlegern bereits Anfang April mithilfe der Technischen Analyse zuverlässig prognostiziert, hat der Silberpeis nun sein primäres Korrekturziel von fast 26 Dollar erreicht. Lohnt sich ein jetzt ein Einstieg wieder?

Der Silberpreis ist auf Tauchstation gegangen – seit Herbst letzten Jahres fehlt es am Edelmetallmarkt an neuen Impulsen. Aber nicht nur Silber, sondern auch der große Bruder Gold ist an den Märkten mächtig unter Verkaufsdruck geraten. Was ist hier los? Wir befinden uns am Anfang der größten Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts und die Edelmetalle werden abverkauft wie warme Semmeln? Gelten Edelmetalle denn nicht als sicherer Hafen? Doch die Erklärung liegt auf der Hand:

  • Die aktuelle Wirtschaftskrise in der EU lässt die nicht viel besser dastehende Schuldensituation der USA in den Hintergrund rücken. Aus Angst vor einem Zusammenbruch der Eurozone flüchten Anleger aus Aktien, Rohstoffen und Edelmetallen in die sogenannten Sicherheitswährungen US-Dollar, Japanischer Yen und Schweizer Franken. Die Folge: Der Dollar steigt gegenüber dem Euro aber auch gegenüber dem Gold- und Silberpreis, die auf dem internationalen Parkett in Dollar bewertet werden. Euro, Aktien, Rohstoffe und Edelmetalle korrelieren also invers mit dem Dollar, dem Yen und dem Schweizer Franken. Anders ausgedrückt: Gold und Silber sind nicht weniger Wert geworden, der Dollar wird derzeit nur stärker nachgefragt. Aus Sicht der Silberanleger dürfte es sich hier allerdings um ein befristetes Szenario handeln, denn auch die USA stehen mit dem Rücken zur Wand. Sowohl die EZB als auch Ben Bernanke stehen mit neuen Tendern bzw. QE3 bereits in den Startlöchern. Sobald an den Märkten bestimmte Kursmarken gerissen werden, dürfte es wieder frisches Geld an den Märkten regnen, was die Inflation befeuert und somit günstig für die risikobehaftete Anlageklasse wirkt. Aktuell haben wir es mit einem (wohl befristeten) deflationären Szenario zu tun.
  • Silber hat als Industriemetall (anders als Gold) mit einem weiteren Problem zu kämpfen: Es ist stärker konjunkturabhängig und wird hauptsächlich in der Automobilbranche als auch in der Elektronikindustrie verbaut. In der Eurozone scheint derzeit der KFZ-Absatz ins Stocken zu kommen, was für einen steigenden Silberverbrauch nicht gerade förderlich ist.
  • Die Schwäche am Edelmetallmarkt lässt sich auch mit der aktuellen Entwicklung des Realzinses erklären. Der Realzins errechnet sich aus der Differenz zwischen der Inflationsrate und dem Nominalzins. Wir legen die Rendite 10jähriger US-Anleihen zu Grunde. In einer Deflation wird der Realzins stark positiv. Die Inflationsrate fällt unter null, der Nominalzins hat diese Option nicht. Da die Preise fallen, verdient ein Anleger bei einer negativen Inflationsrate eine positive Realrendite. In einer Deflation wird Geld wertvoller, selbst wenn man es unter die Matratze legt („Cash is King“). Jetzt scheint die Angelegenheit erneut zu kippen. Die offizielle US-Inflationsrate beträgt im April 2,3%. Im September 2011 – als der Goldpreis sein bisheriges Allzeithoch erreichte – betrug die offizielle Inflationsrate knapp 4%. Der nominale Zinssatz läuft seit September seitwärts. Ergo: Die Inflationsrate fällt, der Realzins steigt. Edelmetalle reagieren sensibel auf steigende Realzinsen. Steigt der Realzins, fällt der Goldpreis und umgekehrt.

Silber – Aussichten für die nächsten Tage (und Wochen)

Sollte der Realzins in den kommenden Monaten weiter anziehen, so würden die Edelmetalle im Abwärtstrend verbleiben. Wichtig für die Edelmetallpreise wäre eine wieder anziehende Inflationsrate (also beispielsweise ein wieder steigender Öl- und Kupferpreis). Solches würde bedeuten, dass nicht eine Rezession, sondern nur eine wirtschaftliche Delle eintritt, die mit Hilfe von QE3 bekämpft werden kann. Gold- und Silber-Fans werden ihre Hoffnung auf die Fed setzen. Wir gehen davon aus, dass die Fed liefern wird.

Silber – Chartanalyse

Silberpreis-Korrektur

Der Silberpreis hat sein im April prognostiziertes Kursziel von 26 Dollar/Feinunze so gut wie erreicht.

Der Silberpreis hat mit dem heutigen Tag sein vorläufiges Korrekturziel von 26 Dollar/Feinunze so gut wie erreicht. Diese Kursmarke scheint eine starke Anziehungskraft auf den Silberpreis auszuüben, denn die Marke wurde in der Vergangenheit schon 3 Mal bestätigt, ohne dass Silber sie nachhaltig nach unten durchbrechen konnte. Gleichzeitig verläuft hier die sehr wichtige Trendlinie aus dem langfristigen Aufwärtstrend seit 2008, woraus sich ein robuster Kreuzwiderstand ergibt. Gold hat diese Marke analog betrachtet bereits nach unten durchbrochen. Als dritter und letzter harter Brocken wartet hier auch noch die wichtige 200 Tage-Linie auf Wochenbasis. Resümee: Silber prallt bei der Marke von 26 Dollar auf relativ heftigen Widerstand, an dem mit starken Käufen der Big Player (Hedgefonds und Großinvestoren) zu rechnen ist. Wahrscheinlich ist, dass der Silberpreis sich nun erst mal eine Weile seitwärts in der Range zwischen 26 und 28 Dollar bewegt, bevor es zur endgültigen Entscheidung kommt. Weniger wahrscheinlich ist, dass Silber gleich nach unten durchrauscht. Notiert der Silberpreis nachhaltig unter der Marke von 26 Dollar (mindestens ein Schlusskurs auf Tagesbasis), sieht es düster aus. Bricht der Silberpreis nach unten durch, ist mit einem heftigen Abverkauf bis zur nächsten Kursmarke von 19,80 Dollar zu rechnen. Schaffen die Bullen (bzw. Ben Bernanke und die EZB) es jetzt demnächst das Blatt zu wenden, kann die Marke von 26 Dollar ein attraktiver Einstiegspunkt werden. In jedem Fall sollte man jetzt erst mal eine Bodenbildung abwarten. Ein eindeutig bullishes Szenario ergibt sich erst wieder über der Marke von 33, dann 37 Dollar. Die Silberanleger halten Sie auf dem Laufenden. Fazit: Weiter beobachten.

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  1. […] Silber, wie unserer letzten Analyse bereits festgestellt, sein Korrekturziel von knapp 26 Dollar erreicht hat, befindet es sich nun in einer […]

  2. […] auch der eigentliche Zinssatz Sparer nicht gerade hinter dem Ofen hervorlocken würde angesichts einer wieder steigenden Inflationsrate, die inzwischen bei 2,1 Prozent […]

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